Wer war Milli? Eine Intervention von Natasha A. Kelly

Wann

27. April 2022 - 30. April 2023    
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Wo

Kunsthalle Bremen
Am Wall 207, Bremen
Karte nicht verfügbar

Die Kunsthalle Bremen präsentiert in der Sammlungsausstellung „Remix“ eine künstlerische Intervention von Natasha A. Kelly. Die Wissenschaftlerin, Autorin, Aktivistin und Künstlerin setzte sich bereits in mehreren Projekten mit dem Schwarzen Modell „Milli“ auseinander, das aus zahlreichen Werken der Brücke-Künstler bekannt ist. Kellys Ausgangspunkt dabei ist das Gemälde „Schlafende Milli“ (1911) von Ernst Ludwig Kirchner, das sich in der Sammlung der Kunsthalle Bremen befindet. In ihrer in die Sammlungsausstellung der Kunsthalle eingebetteten Intervention kommentiert Kelly Darstellungen von „Milli“ und weiteren Modellen, die Kirchner regelmäßig porträtiert hat. In ihrer essayistischen Auseinandersetzung analysiert Kelly jene Klischees, in denen Schwarze Frauen objektiviert, exotisiert und erotisiert werden, und erzählt zugleich deutsche Geschichte aus einer Schwarzen feministischen Perspektive.

Natasha A. Kelly ist im Sommersemester 2022 Gastprofessorin am Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen. Sie erhielt zahlreiche Ehrungen darunter den Black Laurel Film Award 2018 für ihren Film „Millis Erwachen“ sowie die Ernennung vom Deutschen Frauenring zur Frauenringsfrau 2021. Im April 2021 veröffentlichte sie den Spiegel-Bestseller „Rassismus. Strukturelle Probleme brauchen strukturelle Lösungen“, den sie als Reaktion auf den Black Lives Matter Sommer 2020 verfasste.

Terminhinweise:

2. November 2022, 16 Uhr: Rozena Maart im Gespräch mit Natasha A. Kelly: „Sarah ‚Saartje‘ Bartmann, Josephine Baker und die ‚Schlafende Milli‘ – das Image der Schwarzen Frau in der Geschichte und Gegenwart Europas“. In Kooperation mit globale° – Festival für grenzüberschreitende Literatur

8. November 2022, 18 Uhr: Screening des Dokumentarfilms „Black faces in white? Space“ vom Südafrikanischen Filmemacher und Fotografen Thabo Thindi mit anschließender Diskussion. Gefördert im Programm 360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft. In Kooperation mit Initiative Zukunft ist bunt und Black Story Month, Bremen